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Brother Island – Großfischsafari vom 12.06. bis 19.06.2014 – Teil 1

MY Independence II

MY Independence II

Mit der „My Independence II“ ging es im Mai 2014 auf Tauchsafari auf dem Roten Meer in Ägypten. Das Ziel unserer einwöchigen Tour waren die Brother Islands, Daedalus Reef und Elphinstone.

Brother Island [Big Brother]

Brother Island [Big Brother]

Die Brother Islands gehören zu den schönsten Divespots im Roten Meer. Hier begegnet man viele Fischschwärme und die großen Jäger wie Hammer- oder Fuchshaie. Auch sind Sichtungen von Mantas durchaus möglich. Alle Tauchgänge bei den Brothers sind Driftdives, und den Umgang mit der Strömung sollte man gewohnt sein. Die Strömmungsverhältnisse  sind  hier oft sehr tückisch, und nicht selten taucht man hunderten von Metern entfernt vom geplanten Auftauchort auf. Wind und hohe Wellen gehören auf dieser Tour zur Tagesordnung, und wer nicht seefest ist, sollte lieber zuhause bleiben. Denn die Brothers sind wild, auch Unterwasser. Wir hatten auf unsere Tour das seltene Glück und die Brother bei moderaten Verhältnisse besucht.

Hammerhai

Hammerhai

Fuchshai

Fuchshai

 

Zu welcher Zeit reist man besten zu den Brothers? Von Juni bis August sind die Winde schwächer und die Chancen auf ruhigere See steigen, genau wie die Hitze über Wasser. Selbst die Wassertemperaturen liegen dann bei  30° C und manchmal sogar drüber. Und weil Haie kein warmes Wasser mögen flüchten sie dann in tieferen und kühleren Regionen. Man muss sich also entscheiden zwischen ruhiger See oder Haien.019

Der Große Bruder bietet Tauchern, neben schön bewachsenen Steilwänden und Haien, auch zwei Wracks. Die Aida II und die Numidia haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Beide sind wunderschön bewachsen und mit dem bestehenden Riff verschmolzen. Die Numidia liegt auf der ungeschützteren Nordseite und ist schon ziemlich zerfallen. Der Bug liegt im Flachwasser und in etwa 15m Tiefe stößt man dann auf den Rumpf. Die Schraube liegt für normale Taucher in unerreichbare 80 Meter Tiefe. Auch die SS Aida II ist bereits ziemlich zerstört. Nur das Mittschiff und das Achterschiff sind noch gut erhalten. Am Heck erkennt man noch die Reste der Steueranlage. Der Rest vom Schiff liegt zu tief auf ca. 70 Meter.

Wrack der Aida II

Wrack der Aida II

Der kleine Bruder punktet mit seinen sehr schön bewachsenen Steilwände und Überhänge. Es gibt einfach alles, Schwämme, Hartkorallen und riesige Fächerkorallen stehen hier dicht an dicht. Haie sieht man allerdings hier eher seltener.

Fortsetzung folgt……..

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Rangiroa – die Lagune der Unendlichkeit

In Französisch Polynesien reist man am besten mit dem Flugzeug.  Mit Air Tahiti erreichten wir nach 1,5 Stunden Flugzeit unser nächstes Ziel, das Rangiroa-Atoll.

Tahiti Air

Tahiti Air

Rangiroa liegt ca. 350 km nordöstlich von Tahiti und ist das größte Atoll des Tuamotu-Archipels in Französisch-Polynesien, und das zweitgrößte Atoll der Welt. Seine ca. 2500 km² große Lagune ist von einem 200 km langen Ring aus 240 Inseln, die vom zahlreichen Meereseintritte voneinander getrennt sind, umgeben. Menschliches Leben  gibt es nur in den Dörfern Avatoru und Tiputa  im Nordenwesten.  Die übrigen Inselteile sind unbewohnt, oder wenn dann nur sehr dünn besiedelt.

Rangiroa

Rangiroa

Untergebracht waren wir in der kleinen Pension Raira Lagon auf Avatoru, welches nur wenige Minuten vom Flughafen und der Ortschaft entfernt liegt. Das Raira Lagon besteht aus 10 Bungalows im polynesischen Stil, einem Restaurant mit Bar und eigenem Strand.

Raira Lagon

Raira Lagon

Rangiroa zählt zu den bekanntesten Taucherparadiesen der Welt und ist durch seine reißende Strömung und spannenden Drifttauchgänge bekannt.  Fast alle Tauchgänge auf Rangiroa werden an den beiden Passagen „Tiputa Pass“ und „Avotoru Pass“ durchgeführt. Diese beiden Passagen sind es die Rangiroa als Tauchrevier berühmt gemacht haben. Neben den üblichen Riffbewohner, von denen es hier nur so wimmelt, sind es aber die großen Meerestiere die uns nach Rangiroa locken. Diese halten sich in großer Zahl in den Kanälen, die in den offenen Ozean führen, auf.

Weißspitzenriffhaie

Weißspitzenriffhaie

Besonders der „Tiputa Pass“ hat es in sich. Die Drifttaugänge hier werden wir so schnell nicht vergessen. Tauchen ist hier nur bei der hereinkommenden Flut möglich, denn bei abfließendem Wasser würden man in den offenen Ozean gespült werden. Der Pass wird von einem Riff mit sehr steilen Wänden umgeben, daher nennt man Tiputa auch das Valley. Ein Tauchgang beginnt in einem von der Strömung geschützten Gebiet an der Außenwand der Rinne in ca. 30 Meter Tiefe. Hier kann man Rochen, Mantas, graue Riffhaie, Weiß- und Silberspitzenriffhaie, sowie große Fischschwärme von Snappern und Makrelen beobachten. Nach einer gewissen Zeit lässt man sich von der Strömung rasch in das Valley tragen und landet in den flacheren Gebieten am Eingang der Lagune. Mit viel Glück entdeckt man beim driften in den Schlupflöchern des Tales Hammerhaie. Was man aber immer sieht sind Schwärme  von Snapper und Falterfischen.

„Tiputa Pass“

„Tiputa Pass“

Der „Avatoru Pass“ ist eine abgespeckte Version vom „Tiputa Pass“. Die Strömung ist hier deutlich schwächer und daher ist der Pass auch für Anfänger geeignet.

„Avatoru Pass“

„Avatoru Pass“

Rangiroa bietet neben dem Tauchen auch noch andere Freizeitmöglichkeiten. In der wunderschönen Lagune kann man schnorcheln und mit einem Kanu über das Wasser paddeln.  

Paddeln auf Rangiroa

Paddeln in der Lagune von Rangiroa

Rangiroa ist für seine Produktion schwarzer Südseeperlen bekannt und es lohnt sich einer der vielen Perlenfarmen zu besichtigen.

Perlenfarm auf Rangiroa

Perlenfarm auf Rangiroa

Fünf Tage verbrachten wir auf Rangiroa, dann brachen wir wieder auf zu unserem nächsten Ziel – Fakarava.

Fortzetzung folgt………

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Palau – Rainbow`s End

Die Einheimischen nennen die Inseln „Belau“, die Spanier nannten sie die „Carolinen“. Die Deutschen gaben ihnen schließlich ihren heutigen Namen, „Palau“.

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006Die außergewöhnliche Schönheit Palaus läst sich nur mit wenigen Plätzen auf dieser Welt vergleichen. Auf den Inseln gibt es eine fantastische Tier- und Pflanzenwelt und es gibt viel zu entdecken. Alten Kulturen, die tief verbunden mit ihren Traditionen und mit der Natur im Einklang leben. Eine einzigartige Unterwasserwelt die jedes Taucherherz höher schlagen lässt. Großfisch, Wracks, Drifttauchgänge und Höhlen. Palau ist nicht ohne Grund eins der sieben Unterwasser-Wunder der Welt.

u10Tauchen ist das ganze Jahr über möglich. Auf Palau sieht man alle Arten von Haien, Mantas und riesige Fischschwärme. Von Januar bis April sind sogar Begegnungen mit Walhaie nicht ausgeschlossen.

u02Die Artenvielfalt beruht auf die Lage des Archipels das zwischen zwei extrem tiefen Gräben liegt. Im Westen den „Philippine Deep“ und im Osten den „Palau Trench“. Das kalte nahrungsreiche Wasser aus den extremen Tiefen läst das Leben im Wasser explodieren. Nur an wenigen Plätzen unserer Erde kann man so einfach und häufig Zeuge eines solch atemberaubenden Lebens Unterwasser werden.

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