Archiv der Kategorie: Tauchen

J-Dive Türkei, Abenteuer und Meer

Wir haben vor Cocos mit Hammerhaien getaucht, und in den Channels der Malediven mit der Strömung gekämpft. Wir haben hunderte von Sharks in den Atollen der Südsee gesehen. Das alles begeistert uns und jeden anderen Taucher. Aber um das alles zu erleben müssen wir weit fliegen, und viele Anstrengungen auf uns nehmen. Wenn wir zu Jürgen und Ahmet in die Türkei fahren wissen wir dass uns eine andere Art von Tauchsafari erwartet. Nach nur drei Flugstunden ist man bereits am Ziel, und die Entspannung beginnt sobald man an Bord der Okyanus geht.

Also ein ideales Ziel für einen spontanen Tauch-Kurztrip.

Jürgen und Ahmet

Jürgen und Ahmet

Tauchen in der Türkei ist nichts für Tauch-Besessene, die drei bis vier Tauchgänge am Tag absolvieren wollen, und auf Großfisch aus sind. Wer aber gerne tiefenentspannt über das Meer cruisen möchte, und gutes Essen und eine schöne Landschaft zu schätzen weiß, der ist hier genau richtig. Und das Essen ist richtig  gut. Alles wird frisch zubereitet und mit viel frischem Salat und Gemüse serviert. Oft gibt es am Bug des Schiffes ein Barbecue mit gegrillten Fisch und leckerem Knoblauchbrot. Mineralwasser, Tee und Kaffee werden während der ganzen Reise gratis serviert.

Barbeque

Barbeque

Der Spaß kommt auch nicht zu kurz. Jeden Tag werden zwei Tauchgänge durchgeführt, und wer mag der kann nachts noch mal rein. Die Tauchgänge hier haben durchaus etwas zu bieten. Die wunderschöne Landschaft über Wasser setzt sich auch Unterwasser fort. Bei extrem guter Sicht taucht man über weite Seegraswiesen und zerklüfteten Felsformationen. Und wenn man genau hinschaut findet man Muränen, Oktopusse, viele Nacktschnecken, Mittelmeerpapageienfische,  Stachelrochen, Zackenbarsche und Barrakudas.

Seegrasswiese

Seegrasswiese

Octopus

Octopus

Buddy

Buddy

Der Tauchgang beginnt meist direkt vom Schiff, was sehr bequem ist, oder man wird mit dem Zodiak zum Tauchspot gefahren. Aber vor jedem Tauchgang gibt es erst ein ausführliches Briefing mit Ahmet. Und dann ab in die Pelle 😉

Hier sei erwähnt, dass der ganze Tauchbetrieb und Ablauf auf dem Schiff überaus professionell organisiert sind. Jürgen und Ahmet, und ihre ganze Crew sorgen für einen reibungslosen Ablauf, und eine angenehme Atmosphäre an Bord.  Auch Tauchanfänger sind hier in den besten Händen. Und wer noch keinen Tauchschein besitzt, hat hier die Gelegenheit einen zu erwerben.

Unser Tipp! Zu Beginn der Saison, Ende April bis Anfang Juni, sind die Wassertemperaturen mit 19 Grad noch recht frisch. Der 7mm-Anzug und ein Kopfhaube gehört daher unbedingt ins Tauchgepäck. Die Handschuhe kann man zuhause lassen.

Tauchen mit J-Dive

Tauchen mit J-Dive

Die Tauchausrüstung bleibt während der ganzen Tour an der Flasche montiert, und steht in einer speziell dafür vorgesehenen Halterung am Bug des Schiffes. Für den Rest der Ausrüstung steht jedem Taucher eine Kunststoffkiste zur Verfügung.

Man erkennt schnell das Jürgen und Ahmet bei der Restaurierung und dem Umbau der Okyanus all Ihre Erfahrungen in Punkto Tauchreisen in das Schiff eingebracht haben. Diese Gulet ist ein richtiges Tauchsafarischiff und als solches in der Türkei einzigartig.

Tauchen in der Türkei

Tauchen in der Türkei

Die Lady, wie sie von Jürgen und Ahmet liebevoll genannt wird, ist sehr komfortabel. Sie hat sechs klimatisierte Zweierkabinen mit Dusche und WC, und bietet Platz für 12 Gäste. Unter Deck befindet sich eine zentrale Ladestation die permanent 230 V für Lampen- und Foto-Akkus liefert. So etwas wissen Taucher zu schätzen.

Für die Sicherheit ist auch gesorgt. Es gibt einen wasserdichten Notfallkoffer mit Beatmungseinheiten, Sauerstoff, ein Erste-Hilfe-Koffer und einen AED (Automatisierter Externer Defibrillator)

J-Dive

J-Dive

Oben auf dem Achterdeck befindet sich ein großer Esstisch für 12 Personen. Hier werden während der Reise alle Mahlzeiten eingenommen. Dort, und oben auf dem Sonnendeck, gibt es auch großzügige Liegeflächen mit Sonnenmatratzen zum chillen. Eine satte Musikanlage sorgt dabei für die richtige Stimmung an Bord.

Fazit. Wir wollen gar nicht erst einen Vergleich mit anderen großen Tauchreisezielen ziehen. Das wäre nicht gerecht. Wir haben aber eine Tauchsafari mit der Okynus zu schätzen gelernt. Ist sie doch ein ideales Ziel mal kurzentschlossen eine Tauchreise zu unternehmen. Das Schiff, die Atmosphäre an Bord, und die einzigartige Natur dieser Region könnten besser nicht sein. Kein Stress und keine Hektik. Der Erholungsfaktor dieser Reise war legendär.

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Malediven – Action in der Strömung

Tauchen auf den Malediven bedeutet Action, denn hier ist fast immer mit starken Strömungen zu rechnen. Besonders an den Tauchspots mit den wohlklingenden Namen Thila oder Kandu.  Ein Thila ist ein tiefliegendes Riff welches häufig in einem Bereich von Kanälen liegt. Diese sorgen für sehr starke Strömungen oberhalb der Riffplatte. Ein  schnelles Abtauchen ist daher angesagt, und wenn man die Riffplatte verfehlt, ist der Tauchgang schnell beendet.

Nichts für Anfänger!

Ein Kandu hingegen ist ein Kanal zwischen Außen- und Innenatoll, oder zwischen zwei Lagunen. Hier herrschen ebenfalls kräftige Strömungen. Die Tauchgänge sind aber leichter zu Händeln als in einem Thila, da die Strömung immer in einer Richtung geht, und man entweder den Grund oder eine Korallenwand als Bezugspunkt hat. Hier macht das Tauchen richtig Spaß, weil man sich herrlich treiben lassen kann.

Eines gilt sowohl für Thilas als auch für Kandus.  Wo Strömung ist herrscht das Leben. Die großen Jäger sind hier nicht weit, und Begegnungen mit Rochen, Haien und Mantas sind sicher. Und nicht vergessen. Das Mitführen eines Riffhaken und einer Signalboje sind Pflicht. Safty First. Außerdem sieht es uncool aus wenn man sich mit den Händen an den Korallen klammern muss.

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Kompass – Fehlfunktion auf der Südhalbkugel

Kürzlich waren wir auf der Südhalbkugel tauchen und musste feststellen das nach der Überquerung des Äquators der Kompass  verrückt spielte. Woran mag das liegen? Der Grund für dieses seltsame Verhalten ist folgender.

An der Tauchausrüstung befindet sich in der Regel ein einfacher Magnetkompass dessen Magnetnadel sich unter der Einwirkung des magnetischen Erdfeldes in Nord-Süd-Richtung einstellt. Nun verlaufen aber die Feldlinien des Erdmagnetfeldes nicht horizontal, sondern geneigt zum Horizont. An den Polen beträgt die Neigung  90° und am Äquator  0°. Diese Neigung der Feldlinien zum Horizont wird Inklination genannt. In Mitteleuropa beträgt sie etwa 65°.

Bei unserem einfachen Tauchkompass wird die Inklination dadurch ausgeglichen das die Südhälfte der Kompassnadel etwas schwerer ist als die Nordhälfte der Nadel. Ohne entsprechende Gegengewichte würde die Kompassnadel  sich schief stellen, und im schlimmsten Fall den Gehäuseboden berühren.

Da unser Kompass ist für die Nordhalbkugel ausgelegt ist arbeitet er auf der Südhalbkugel nicht so wie wir es gewohnt sind. Man kann Ihn aber durchaus verwenden, die Nadel zeigt halt nur nach Süden. Weiter südlich vom Äquator hat sich unser Kompassnadel wieder beruhigt und das kreiseln hat aufgehört. Dieser Effekt trat nur direkt am Äquator aus. Ich nehme an die Kräfte waren hier so im Gleichgewicht das sich die Nadel nicht eindeutig ausrichten konnte. Weiter südlich hat sich die Nadel  dann auf den Südpol ausgerichtet.

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