Archiv der Kategorie: Tauchausrüstung

Das Messer für Taucher

Für Taucher gibt es spezielle Tauchermesser.  In gewissen Notfallsituationen sind sie unerlässlich und gehören daher an jeder guten Tauchausrüstung. Taucher können sich mittels eines Messer aus Gefahrensituationen, wie etwa das Hängenbleiben in Netzen, Seilen oder Angelschnüren befreien. Besonders in unbekannten Gewässern sollte man es daher stets mitführen.

Tauchermesser

Ein Tauchermesser hat einen rutschfesten Griff, und die Klinge sollte auf einer Seite stark geschärft, und auf der anderen Seite geriffelt sein. Empfehlenswert ist eine Klinge mit einer sackartigen Beuge, mit ihr ist das Zerschneiden von Kunststoffschnürren besonders einfach. Bei guten Modellen kann die Klinge auch als Hebel verwendet werden, und der Griff hat einen Metallknauf welcher zum Schlagen angewendet werden kann.  Um Meeresbewohner abzuwehren ist ein Tauchmesser sicher nicht gedacht. Hierfür besteht zu gut wie nie die Notwendigkeit.

JacketmesserEs gibt Messer in verschieden Größen. Manche werden mit Riemen am Bein oder Oberarm befestigt. Es gibt aber auch spezielle Messer die am Jacket montiert  werden. Als Material empfiehlt sich Titan. Titan kann selbst Salzwasser nichts anhaben und es ist fast genauso bruchfest wie Stahl.  Außerdem sind Messer aus Titan leichter als aus Stahl.

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Kompass – Fehlfunktion auf der Südhalbkugel

Kürzlich waren wir auf der Südhalbkugel tauchen und musste feststellen das nach der Überquerung des Äquators der Kompass  verrückt spielte. Woran mag das liegen? Der Grund für dieses seltsame Verhalten ist folgender.

An der Tauchausrüstung befindet sich in der Regel ein einfacher Magnetkompass dessen Magnetnadel sich unter der Einwirkung des magnetischen Erdfeldes in Nord-Süd-Richtung einstellt. Nun verlaufen aber die Feldlinien des Erdmagnetfeldes nicht horizontal, sondern geneigt zum Horizont. An den Polen beträgt die Neigung  90° und am Äquator  0°. Diese Neigung der Feldlinien zum Horizont wird Inklination genannt. In Mitteleuropa beträgt sie etwa 65°.

Bei unserem einfachen Tauchkompass wird die Inklination dadurch ausgeglichen das die Südhälfte der Kompassnadel etwas schwerer ist als die Nordhälfte der Nadel. Ohne entsprechende Gegengewichte würde die Kompassnadel  sich schief stellen, und im schlimmsten Fall den Gehäuseboden berühren.

Da unser Kompass ist für die Nordhalbkugel ausgelegt ist arbeitet er auf der Südhalbkugel nicht so wie wir es gewohnt sind. Man kann Ihn aber durchaus verwenden, die Nadel zeigt halt nur nach Süden. Weiter südlich vom Äquator hat sich unser Kompassnadel wieder beruhigt und das kreiseln hat aufgehört. Dieser Effekt trat nur direkt am Äquator aus. Ich nehme an die Kräfte waren hier so im Gleichgewicht das sich die Nadel nicht eindeutig ausrichten konnte. Weiter südlich hat sich die Nadel  dann auf den Südpol ausgerichtet.

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Der Riffhaken

Der Riffhaken ist ein ca. 15 cm langer Haken aus rostfreiem Stahl. Am besten mit einer abgerundeten Spitze. Er ist an einer 2,0m langen Kordel befestigt und wird mit einem Karabinerhaken am Jackett gesichert.

Riffhaken

Auf unseren vielen Tauchreisen erleben wir immer wieder die Diskussion, ob der Einsatz eines Riffhakens notwendig und sinnvoll ist. Überhaupt nicht nachvollziehen können wir die Aussage, dass wer gut tarieren kann, einen Riffhaken nicht notwendig hat. Das Utensil ist bestimmt kein Hilfsmittel für Anfänger oder ungeübte Taucher.

Also, warum benutzen wir überhaupt  einen Riffhaken?

Wer gerne Großfisch, insbesondere Haie sehen möchten, findet  diese am besten an Tauchplätzen an denen starke Strömungen herrschen. Der Riffhaken macht es möglich sich im Riff zu sichern, ohne das Riff selber zu schädigen. Die Haie lassen sich so ohne große Anstrengungen beobachten, und die Hände sind frei. Ideal für Fotografen und Filmer.

Wie setzen wir den Riffhaken ein?

Nachdem wir unseren Beobachtungsposten am Riff erreicht haben suchen wir uns einen geeigneten Felsen, oder eine tote Koralle (aber bitte keine lebenden verwenden) und haken uns dort ein. Die Strömung wird das Seil gespannt halten. Am besten lässt man noch etwas Luft in das Jackett damit man besser über dem Riff schwebt. Jetzt hängt man wie ein Ballon am Hacken und kann das Treiben Unterwasser  ohne große Kraftanstrengung beobachten.  Obendrein hält man auch seinen Luftverbrauch in Grenzen.

Riffhaken im Einsatz am Blue Corner – Palau

Wichtig! Vor dem lösen des Hakens die Luft wieder herauslassen.

Übrigens. Erfunden wurde das praktische Utensil auf Palau von Francis Toribiong, dem Begründer von Fish´n Fins. Mittlerweile kann man ihn in fast jedem Tauchshop erwerben.

Wer beim Kauf auf hervorragende Materialien setzt, dem wir der Haken das ganze Taucherleben gute Dienste leisten.

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