Die großen Wracks im Roten Meer.

Das Wrack der Thistlegorm ist unter Tauchern eine Legende und bietet wirklich alles. Leider ist es im Roten Meer jedes Jahr ein beliebetes Ziel tausender Safriboote. Unzählige Taucher tummeln sich jeden Tag über die Aufbauten und tauhen durch die Laderäume und Kabinengänge. Wenn man die Thistlegorm ohne die üblichen Menschenmassen betauchen möchte empfiehlt sich aus meiner Sicht eine Tauchsafari. Man erreicht den Taucplatz bereits am Vorabend und beginnt seinen Tauchgang in den frühen Morgenstunden. Zur der Tageszeit liegen die anderen Boote noch im Hafen von Hurgada, Safaga oder Sharm el Sheikh.

Zur Geschichte der Thistlegorm. Der 126 m lange Frachter SS Thistlegorm lief im April 1940 in Nordengland vom Stapel.  Auf ihrer vierten und letzten Reise wurde sie im Oktober 1941 vor der Sinai-Halbinsel von deutschen Bombern versenkt. Am Bord befanden sich Waffen,  Munition und Ausrüstungsgegenstände. Darunter Granaten, Minen, Panzer, Motorräder, zwei Lokomotiven, sowie mehrere Eisenbahnwagons. Bestimmt war die Ladung für die  8. Armee der Royal Navy.

Entdeckt wurde das Wrack 1956 durch den legendären Jacques Cousteau bei einer seiner vielen Expeditionen mit der Calypso. Lange war die Position des Wracks ein Geheimnis, bis es 1992 wiederentdeckt wurde.  Trotz der sehr großen Anzahl an Tauchern darf man einen Tauchgang zur Thistlegorm auf keinen Fall verpassen.

Die Thistlegorm liegt zwischen 17 und 30 m tief und kann auf ihrer 126m Länge mit einem Tauchgang erkundet werden. Das Schiff liegt aufrecht auf dem Sandboden, nur das Heck ist abgebrochen und liegt auf der Steuerbordseite. Der mittlere Bereich ist durch die Bombenexplosion aufgebrochen. Die Thistlegorm erkundet man am besten in zwei Tauchgängen. Beim ersten Tauchgang besichtigt man das Wrack entlang der Längsachse, die von Nordwesten nach Südosten ausgerichtet ist. Beim zweiten Tauchgang dringt man in die Laderäume ein. Der Auf- und Abstieg erfolgt immer entlang eines der Seile, mit denen das Tauchboot am Wrack befestigt wurde.

Der Zugang ins Innere ist relativ einfach. Im Laderaum 1 liegen Kisten mit Gewehren, Ersatzteile für Flugzeuge und zahlreiche Schlauchboote. Weiter unten stößt man auf zwei gepanzerte Fahrzeuge. Auf der oberen Ebene sind Motorräder und britische Autos zu entdecken. Über den Laderaum 1 gelangt man in den Laderaum 2. Dort findet man mehrere große Bedfort Lastwagen und weitere Motorräder. Durch eine Tür im Brückendeck gelangt man in den Kartenraum und weiter in die Offiziersmesse. Einer der bekanntesten Räume ist das Bad des Skippers. Auf dem Deck gibt es ein 7cm-Geschütz zu sehen, und weiter auf dem Meeresgrund, in ca. 30 Meter Tiefe und in 20 Meter Entfernung, liegt eine der beiden Dampfloks.

Es lohnt sich auf jedenfall sich viel Zeit zu nehmen und weitere Tauchgänge einzuplanen.

Weitere Infos zur Reise findet Ihr unter www.dive-lounge.de

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Thailand-Special

Sawasdee – Willkommen im “Land des Lächelns”

Tauchreise nach Thailand mit Ivans Dive Team. Eine Woche Tauchsafari zu den Ko Similans, vier Tage Phuket, eine Woche Ko Lanta und drei Tage Bangkok. Mit Thai Airways ging es von Frankfurt, via Bangkok, nach Phuket. Im Hafen Chalong wartete bereits unser Safariboot die Colona auf uns. Nach dem einchecken und nächtlicher Fahrt erreichten wir das erstes Ziel unserer dreiwöchigen Reise, den Ko Similan National Park.

Die Colona brachte uns zu den spektakulärsten Tauchplätze Thailands, von Similan über Koh Bon bis rauf zu den Surin Islands.

Die ca. hundert km nordöstlich von Phuket liegenden “Similan Inseln”  zählen zu den besten Tauchrevieren Thailands, und kann können als Weltklasse bezeichnet werden. Wie an einer Perlenkette ziehen sich neun Inseln von Nord nach Süd durch die Andamanensee. Bereits 1982 wurden die Gewässer um die Similans und die Inseln selber zum Nationalpark erklärt.

Tauchplätze der Similans:

An der Ostseite der Inseln findet man wunderschöne bewachsene Korallengärten vor. Die Riffe fallen hier bis auf eine Wassertiefe von 30 Metern ab und bieten eine enorme Artenvielfalt an maritimem Leben. Die Tauchgänge hier sind verhältnismäßig einfach und laden auch unerfahrene Taucher ein die Unterwasserwelt zu erkunden.

An der Westseite, sowie an den Plätzen im Norden und an der Südspitze, bekommt man schon mehr Aktion geboten. Hier spürt man die Auswirkungen der Gezeiten, die um die riesigen Granitfelsen spülen. Es gibt viele spektakuläre Felsformationen mit unzählige Überhängen und Durchgänge zum durchtauchen. An den Felsen wachsen die farbenprächtigsten  Weichkorallen, und zwischen den Felsen stehen bis zu drei Meter große Fächerkorallen. An manchen Orten stehe diese so dicht, das ein durchtauchen der Spalten unmöglich ist.

Die Similans sind durch Ihre enorme Artenvielfalt an tropischen Fischen bekannt. Aber nicht nur die kleinen Fische bekommen Taucher zusehen. Ammen,- Leoparden,- und Weisspitzenriffhaie, sowie Rochen werden bei fast jedem Tauchgang
gesichtet.

Tauchplätze der Koh Bon:

Die Insel Koh Bon ragt auf allen Seiten steil aus dem Meer auf und liegt eine Stunde nördlich von den Similans entfernt. Wenn man Manta Rochen sehen möchten fährt man hier hin. Es ist einer der besten Plätze um diesen gigantischen Tieren zu begegnen. Man kann Sie hier das ganze Jahr hindurch, und besonders im April und Mai, beobachten.

Koh Bon bietet auch die besten Voraussetzungen für einen Nachttauchgang. Man trifft Tintenfische auf der Nahrungssuche, Garnelen und viele andere nachtaktiven Riffbewohner.

Einen vollständigen Reisebericht findet Ihr unter: http://www.dive-lounge.de/html/thailand.html

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Tauchen vor Madeira mit der Nummer 1 im Atlantik

Die erste Adresse für Taucher auf Madeira ist die Tauchbasis “Manta Diving Center“ im Hotel Galomar in Canico de Baixo. Sie ist die einzige Basis im Unterwasser-Naturschutzgebiet und verfügt dadurch über eine prädestinierte Lage. Vier große, topographisch unterschiedliche Tauchplätze sind über Einstiege direkt von der Basis aus erreichbar. Bequemer geht es nicht mehr. Im Schutz des Unterwasserparks, und
durch den warmen Golfstrom, finden wir hier eine große Artenvielfalt an Fischen vor.

Wir haben uns für zwei Tauchtage bei Stefan Maier, dem Inhaber und Leiter der Basis, angemeldet. Im Hotel Galomar angekommen geht es mit dem Fahrstuhl runter zur Basis. Diese liegt eingebettet in der Steilwand unterhalb des Hotels. Um 9:00 Uhr checken wir uns ein. Nach Erledigung aller Formalitäten wird uns zuerst die Basis gezeigt. Wir beginnen mit dem Rundgang im Schulungsraum. Hier finden wir für den Notfall den Sauerstoff und das Verbandzeug, sowie eine Flasche mit Essig. Der Essig ist besonders wichtig, denn er lindert die Schmerzen die durch den Stich eines Seeigels entstehen. Und Seeigel gibt es eine ganze Menge vor Madeira. Diese helfen ungeübten Tauchern schnell die richtige Tarierung zu finden.

Auf dem Weg zum Kompressor-Raum kommen wir an den zwanzig Leihausrüstungen vom Divecenter vorbei. Diese stammen von Mares und sind in einem super Zustand. Alle zwei Jahr lässt Stefan diese komplett ersetzen. Taucher und Tauchschüler ohne eigene Ausrüstung können also sicher sein immer mit einem modernen und einwandfreien Equipment zu tauchen. Der letzte Austausch fand gerade erst Pfingsten statt. Die Ausrüstung zu dem Zeitpunkt unseres Besuchs war also so gut wie neu.

Nun kommen wir in das Herz einer jeder Tauchbasis, dem Kompressorraum. Hier stehen zwei moderne, schallgedämpfte Kompressoren von Lenhardt & Wagner. Jeder Kompressor verfügt über eine Luftlieferleistung von 450l/min und daneben befindet sich eine Nirtox–Membran Anlage. Der Kompressorraum ist das Heiligtum von Stefan und macht einen topgepflegten Eindruck. Hier befindet sich auch eine vorbildlich ausgestattete Werkstatt in der kleine Reparaturen schnell erledigt werden.

Getaucht wird mit 12l und 10l Stahlflaschen mit DIN-Anschluss. Für Taucher mit INT-Anschluss stehen Adapter zur Verfügung. Alternativ zur Luft wird auch Nitrox als Gemisch angeboten. Bei unseren Tauchgängen lag der Sauerstoffgehalt des Nitroxgemisch immer zwischen 32% und 33%.

Wer einen Nitroxschein besitzt sollte auch die Möglichkeit nutzen und mit Nitrox tauchen. Der höhere Sauerstoffanteil in der Luft verlangsamt die Anreicherung von Stickstoff im Gewebe und verlängert die Nullzeit. Aber vor allem verringert es die Gefahr einer Dekompressionserkrankung. Wer keinen Nitroxschein hat kann diesen bei Stefan erwerben.

Nachdem uns die Basis gezeigt wurde legen wir unsere Ausrüstung an und es geht endlich zum Tauchen. Aber vorher gibt es ein Briefing. Unser erster Tauchgang ist am Lavafinger geplant und ist gleichzeitig auch ein Checkdive. Egal wie viele Tauchgänge im Logbuch stehen, jeder muss Stefan beweisen dass er tauchen kann, denn Sicherheit steht bei Manta Diving an erster Stelle.

Der Einstieg zum Lavafinger ist direkt an der Basis und nach wenigen Schritten schnell erreicht. Über eine Leiter geht es ins Wasser. Jetzt der Checkdive. Maske ausblasen, Wechselatmung und kurze Tarrierübungen, für keinen der vier Taucher unserer kleinen Gruppe ein Problem. Stefan überzeugt sich ob alles passt und ob jeder die richtige Menge an Blei hat. Dann geht es endlich los ins tiefe Blau. Es fühlt sich gut an wieder unter Wasser zu sein. Der Tauchplatz ist wunderschön und von Felslandschaften und weißen Sandflächen geprägt. Es gibt keine Strömung und die Wassertemperatur liegt bei 24 Grad. In einem 5mm-Anzug lassen sich diese Temperaturen gut aushalten.

Einen aausführlichen Reisebericht gibt es unter: http://www.dive-lounge.de/html/madeira.html

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